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Portoferraio

Januar 4, 2008

Heute wollen wir uns die Hauptstadt Portoferraio vornehmen, die wir bisher bei unseren Touren immer nur von weitem im Blickfeld hatten.

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Sie liegt herrlich in einer halbkreisförmigen Bucht im Norden von Elba und ist auch wichtigste Hafenstadt. Sie hat ihren Namen vom Eisen, das bereits durch die Etrusker und Römer verhüttet wurde. Das heutige Stadtbild geht im Wesentlichen auf die Herrschaft von Florenz zurück. Die ausnehmend hübsche Stadt wird von einer doppelten Festung überragt (Forte Falcone und Forte Stella). Sie wurde 1548 gebaut um die Bevölkerung vor Piratenüberfällen zu schützen.

Napoleon lebte 1814/15 als Verbannter auf Elba und hat sich die Festung zum Teil als Residenz ausbauen lassen. Er bezog die Villa dei Mulini, die zwischen beiden Festungen steht. Alt Portoferraio wird noch ganz von einer Stadtmauer umschlossen. Das Doppeltor (Porto al Mare) führt in die Stadt. Innerhalb stehen die Häuser eng beisammen. Treppenstraßen ziehen sich bis zu den beiden Festungen mit Türmen und Toren hoch.

Am Rande der Stadt finden wir sogar einen kostenlosen Parkplatz und stehen bald danach schon am alten “Medici”-Hafen, dem Hauptplatz der Altstadt und sind begeistert. Dahinter die baumbestandene Piazza della Republica mit Rathaus und Dom.

Wir spazieren am Hafenbecken “Darsana”, vorbei an zahlreichen Restaurants, Cafes und sonstigen Geschäften. Die bunten aneinandergereihten Häuser, die farbigen Boote, alles ist sehr hübsch anzusehen. Das Wetter stimmt auch, die Sonne scheint. Bei einer Tasse Kaffee lassen wir die gastliche Stätte auf uns wirken.

Danach ziehen wir die Treppen hoch zu beiden Festungen. Auf den Wehrgängen wurden auf einer Länge von 500 m Spazierwege errichtet. Überwältigend ist nicht nur die Festungsarchitektur, von diesen strategisch so wichtigen Punkten hat man auch den besten Blick auf Hafen, Stadt und Umland.

Der phantastische Blick aus verschiedenen Winkeln über die Stadt reizt immer wieder, noch ein Bild zu fotografieren. Selbst im Mauerwerk haben sich blühende Pflanzen angesiedelt. Auf der Hafen abgewandten Seite blicken wir hinunter in glasklares Wasser.

Dann besuchen wir das Napoleum-Museum, das in der Villa dei Mulini untergebracht ist. Es ist für uns sehr interessant. Die Aussicht vom Fenster des Ballsaals ist phantastisch. Wir bummeln noch durch den Museumsgarten bevor wir Napoleon wieder verlassen.

Auf einem Umweg laufen wir wieder hinunter zum Hafen. Dabei kommen wir an einen schönen Sandstrand. Bei diesem schönen Wetter heute sind viele Leute im Wasser. Ich kann nur staunen, so herrlich klares Wasser habe ich noch nie gesehen! Wir durchstreifen noch einmal die Altstadt und umlaufen den Hafen, bevor wir uns wieder auf der Terrasse eines Cafes niederlassen.

Gestärkt mit Essen und Trinken und vielen schönen Eindrücken suchen wir nun noch eine Bankfiliale auf und laufen zum nahen Fährenanlegeplatz. Wir wollen uns erkunden wegen unserer morgigen Rückfahrt aufs Festland. Nachdem es inzwischen ziemlich heiß geworden ist, kehren wir Portoferreiro den Rücken. Es war superschön hier!

Wir wollen noch etwas in den Schatten und fahren zu einer herrlichen Bucht nach Viticcio. Hier ist es ruhiger als am Strand von Biodola oder Procchio. Etwas erhöht finden wir ein hübsches Cafe. Auf der Terrasse gönnen wir uns ein Eis und blicken dabei über die herrliche Bucht hinüber nach Enfola, wo wir am ersten Tag auf Elba gewandert sind. Und wieder blicken wir in kristallklares Wasser, was mir für Insel Elba nun als typisch erscheint. Wir machen noch einige Bilder und fahren dann zurück zum Campingplatz Scaglieri.

Dort fahren wir unsere Markise aus und setzen uns in den Schatten. Es ist heute sehr schwül und heiß. Der Schatten unter unserer Markise wird immer kleiner und wir müssen unseren Sitzplatz verändern. Nach dem Duschen machen wir Abendessen und sitzen noch lange außen. Um 20 Uhr hat es noch 23 Grad. Bei einem Glas Wein genießen wir den Abend und erleben von unserem Platz aus einen super Sonnenuntergang über dem Meer.

Blutrot geht die Sonne unter. Recht spät legen wir uns zum Schlafen.

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